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Kultivierte Achtsamkeit;
der direkte Weg zu Nibb─üna

 von Tissa Weeraratna

Was ist Sati (Achtsamkeit?)

Sati = das Hauptwerkzeug, dass wir benutzen k├Ânnen, um unsere eigene Natur besser verstehen zu k├Ânnen. Sati bedeutet nicht sich zu konzentrieren oder zu fokussieren. Es bedeutet eine ausgewogene Aufmerksamkeit auf den Atem. Freies und nat├╝rliches Atmen hilft bei k├Ârperlichen und geistigen Problemen SATI, = Achtsam auf den Geist sein, Aufmerksamkeit, Bewusstsein, R├╝ckruf, Erinnerung: die F├Ąhigkeit des Verstands sich zu erkennen und zu beobachten.

Sati ist das ÔÇ×FahrzeugÔÇť und der Transportmechanismus f├╝r pa├▒├▒a (Weisheit). Ohne sati, Achtsamkeit kann sich nichts entwickeln, zur├╝ckgeholt oder angewandt werden. Sati bedeutet nicht Ged├Ąchtnis oder, sich zu erinnern, obwohl Achtsamkeit durchaus damit verwandt ist, noch ist es ein blo├čes Beachten oder Sorgfalt?

Sati erlaubt es uns, zu wissen, was wir im Begriff sind zu tun. Es ist von Geschwindigkeit und Energie charakterisiert.

Sati SAMPAJA├Ĺ├ĹA , Wissensklarheit, Weisheit in Tat, funktionelle Weisheit, bereites Verst├Ąndnis, klares Verst├Ąndnis. W├Ąhrend pa├▒├▒a (Weisheit) durch Reflektion und Einblick entwickelt oder "entfaltet" wird, ist sampaja├▒├▒a die unmittelbare und bestimmte Anwendung der Weisheit zu und in einer besonderen Situation oder Erfahrung. W├Ąhrend panna versteht, dass "alles leer, ist", versteht sampaja├▒├▒a, dass "dies leer ist". Alles Verst├Ąndnis h├Ąngt von der Achtsamkeit f├╝r seine Erscheinung, seinen Reflektion und seine Anwendung ab.

Sati und panna m├╝ssen zusammen arbeiten. Pa├▒├▒a h├Ąngt von sati ab. Sie ergibt sich durch Achtsamkeit auf die im Leben gewonnenen Erfahrungen und wird auf gegenw├Ąrtige Erfahrung durch Achtsamkeit angewandt. Doch ohne ausreichende Weisheit w├╝rde Achtsamkeit mi├čbraucht. Um eine schlechte unheilsame Tat auszuf├╝hren, braucht man auch Achtsamkeit, wie zum Beispiel bei einem Bankraub. 5 silas helfen eine heilsame Achtsamkeit zu ├╝ben.Die F├╝nf Silas (Pali: "Sittlichkeit, Tugend") sind: Kein Lebewesen t├Âten oder verletzen, Nichtgegebenes nicht nehmen, Keine unheilsamen sexuellen Beziehungen pflegen und sich im rechten Umgang mit den Sinnen ├╝ben, Nicht l├╝gen oder unheilsam reden, Sich nicht durch berauschende Mittel das Bewu├čtsein tr├╝ben.

Leiden ist vorhanden, weil wir die Ursachen wie Leiden entsteht ignorieren und sie nicht sehen wollen. Stellen Sie sich diese Frage: Wie sehe ich die heutigen Ereignisse aus meiner eigenen Erfahrung heraus?Man muss die Tatsache erkennen, dass man aus Ignoranz, ├╝ber die kausalen Dinge, wie denn alles funktioniert unwissend bleibt. Avijj─ü paccaya sankh─üra: Wegen Unkenntnis ├╝ber unsere eigene Konditionierung und Erfahrung k├Ânnen wir nicht erkennen, warum? und wie Leiden entsteht.

Wie kann man dies beenden? Nur sati und sati sampaja├▒├▒a helfen, den Prozess zu verstehen, der abl├Ąuft, n├Ąmlich der Prozess von der Ursache und der bedingt entstehenden Wirkung. Nur aus unserer eigenen Ignoranz heraus, kann Leiden entstehen. Wir m├╝ssen dies verstehen lernen, denn ohne das eigene Erkennen, das nicht erkennen wollen, kann Leiden entstehen. Lassen Sie mich bitte erkl├Ąren, was Unkenntnis in der Buddha-dhamma Sprache bedeutet Es ist das, was wir mit ich, mich und mein benennen. Der Beweis f├╝r diese Unkenntnis ist die Tatsache, dass man denkt, alles was unser Leben betrifft ist meins, bin ich. Das ist es, was uns, unsere Wahnvorstellungen, unsere Illusionen nicht erkennen l├Ąsst und immer wieder zu neuen Illusionen f├╝hrt. Sankhara bedeutet, dass alles was entsteht von Bedingungen abh├Ąngig ist. Die eigene Achtsamkeit kann uns helfen, dieses zu erkennen. Dies ist aber nicht genug. Sati Sampaja├▒├▒a muss hinzu kommen, um zu sehen, dass die von mir, mit Absicht ausgef├╝hrte Tat, mein zuk├╝nftiges Leben gestaltet (Kamma). Aber nicht alle sankh─üras sind kamma. Man muss Sankh─ürakkandha als eines der sechs Aggregate der geistigen Formationen, sehen, dass aber die Absicht, den Willen (cetan─ü) mit einschlie├čt und das ist kamma.

In der Samyutta Nikaya 22.56 k├Ânnen wir lesen: ÔÇ×Was aber, ihr M├Ânche, ist die Gruppe der Geistesformationen (sankh─üra-kkhandha)? Die 6 Arten von Willens├Ąu├čerungen (cetan─ü), n├Ąmlich: der auf Form, Ton, Duft, Geschmack, K├Ârpereindruck und ein geistiges Objekt gerichtete Wille . . .ÔÇť

Sati Sampaja├▒├▒a kann bewirken, dass der Geist in Ruhe, Sammlung/Konzentration (sam─üdhi) und gl├╝cklich verweilen kann. Sankh─üra bedeutet, dass Dinge von anderen Dingen abh├Ąngig sind. Sati, Achtsamkeit auf die sechs? Aggregate der geistigen Formationen, geben uns ein besseres Verst├Ąndnis von dem, was Sankh─ürakkandha bedeutet. Man muss drei Teile von Sankh─ürakkandha verstehen, den K├Ârper (k─üya), die Sprache (vac─ź) und, und den Geist (citta). Was ist die K├Ârper-formation (K─üya-Sankh─üra)? Die Antwort ist: Ein-und ausatmen. Was ist Sprachliche Gestaltung (vac─ź-sankh─üra)? Antwort: Die sprachliche Funktion des Geistes, einhergehend mit Gedankenfassung und Diskursiven Denken. Was ist die Geistesformation (citta-sankh─üra)? Antwort: Wahrnehmung und Gef├╝hl. K─üya ist der physische K├Ârper, der materielle Organismus. K─üya-sankh─üra, gibt die Antwort auf die Frage: ÔÇ×Was ist die Ursache, die (Wurzel)-Bedingung (hetu)? Was ist die Bedingung (paccaya)? Was sind die wesentlichen Bedingungen damit der K├Ârper existieren kann? ÔÇťEs ist das ÔÇ×Ein-und Ausatmen" (─ün─üp─ünasati).

Dhamma liefert den wesentlichsten Faktor, von dem der K├Ârper abh├Ąngig ist, das "Ein und AusatmenÔÇť (assasa -passasa). Viele Bedingungen sind f├╝r den K├Ârper notwendig, um den K├Ârper am Leben zu halten. Die Ein-und Ausatmung ist untrennbar von unserem K├Ârper. " ─Çn─üp─ünasati " ist der Pali Ausdruck f├╝r die ├ťbung von Achtsamkeit auf den Atem.

Lernen Sie die Dinge, wie sie denn sind zu erfahren, w├Ąhrend Sie Ihren K├Ârper betrachten. Das ist es, was der Buddha tat. (Vac─ź Sankh─üra) Sprachliche Gestaltung. Es setzt Gedanken in Worte um. Geistesformation (citta Sankh─üra) ist der wesentlichste und essentielle Faktor um Verstand und Bewusstsein zu begreifen. Selbst zu begreifen, wie es ist. Eine Kombination aus zwei Faktoren, n├Ąmlich "Wahrnehmung und Gef├╝hl" (sa├▒├▒a und vedan─ü).Da gibt es den Verstand (citta sankh─üra). Er ist das Ergebnis (paccaya), Wurzel-Ursache (hetu). Der Verstand muss sich mit Benennung und Gef├╝hl auseinandersetzen. Dies ist Bewusstsein.

Jetzt beginnt der Verstand, die Gef├╝hle einzuordnen als angenehm unangenehm oder neutral. Die Bedingungen (sankh─üra) k├Ânnen nicht greifen ohne die notwendigen Voraussetzungen. Bewu├čtsein h├Ąngt von einer Kombination von Bedingungen (sankh─üra) ab, die Licht ins Bewusstsein bringen. Seh-bewusstsein entsteht, wenn das Auge Kontakt mit einem Seh-Objekt hat. H├Âr-Bewu├čtsein entsteht, wenn das Ohr Kontakt mit einem Ger├Ąusch, H├Âr-Objekt hat. Genauso funktioniert dies mit Nase und Geruch, Zunge und Geschmack, K├Ârper und Kontaktgef├╝hl usw. Zusammengefasst, es entsteht K├Ârperbewusstsein.

Beim Geistesbewusstsein ist dies etwas anders, weil kein direkter Kontakt zur Au├čenwelt besteht. Es kann nur Kontakt zur ÔÇ×Au├čenweltÔÇť bestehen durch die Sinnesorgane Auge, Ohren, Nase, Zunge und der Haut beziehungsweise dem K├Ârper. Bitte beachten Sie, dass der Verstand von Auge, Ohr, Geruch, Geschmack und Gef├╝hl, abh├Ąngig ist. Nur das Bewusstsein kann verinnerlichen. Dies ist ein automatischer Prozess. Stellen Sie sich die Frage, wie Sie Sati, Achtsamkeit entwickeln k├Ânnen. Jede Ver├Ąnderung, jede Handlung sollte man geistig notieren. Sowohl die Tat, wie auch die Absicht, die hinter dieser Tat steht. Das geistige Feststellen sollte den vorangegangenen Gedanken immer mit einbeziehen. Zum Beispiel: Sie beabsichtigen zu stehen. Wenn Sie stehen, notieren Sie achtsam im Geist: Stehen Diese Art von Achtsamkeit, muss man immer und immer wieder ├╝ben.

Eines Tages werden Sie dies so konditioniert haben, dass es Ihnen in ÔÇ×Fleisch und BlutÔÇť ├╝bergegangen ist, Sie es verinnerlicht haben, sodass sich die Kenntnisse ├╝ber Geist und K├Ârper, Ursache und Wirkung gleichzeitig, parallel ergeben k├Ânnen. Durch das Entwickeln dieses Wissens wird jeglicher Zweifel ├╝berwunden. Nur ein ge├╝bter Geist hat diese seltene F├Ąhigkeit entwickelt, neutral zu beobachten, wie die Prozesse in K├Ârper und Geist ablaufen. Wenn dies gut ge├╝bt ist, kann man folgendes Wissen erlangen:

1) Kenntnis von Geist und K├Ârper (n─üma-r┼źpa) 2) Kenntnisse Ursache und Wirkung (paccayaparggaha├▒─üna) 3) Gleichmut und Kenntnisse von Formationen/Gestaltungen (Sankh─üra Upekkh─ü├▒─üna)

und kann dann die Natur, wie denn alles funktioniert, aus sich Selbst heraus erkennen. Wir m├╝ssen mit Achtsamkeit (sati) an uns arbeiten um die F├Ąhigkeit des Geistes beobachten zu k├Ânnen und zu verstehen.

Eine gute ├ťbung ist es mit Achtsamkeit und ausgewogen den Atem zu betrachten. Dies kann man zu jedem Zeitpunkt tun. Es ist eine ├ťbung die im Momentanen Augenblick stattfindet. Buddha sagte, dass Nibbana genau hier und jetzt ist. Wie weit ist es von sati zu Nibbana? Dies wird nicht in Kilometern oder Zeit gemessen. Nibbana ist gratis, wenn man das Ego erst einmal ÔÇ×hinter sich gelassenÔÇť hat.

Das neue Leben, ist das Leben, worin die Probleme und Fragen ├╝ber Leiden (dukkha) verblasst sind und verschwinden.

 

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